Taugl Canyon
Juli 2020 

Seit meinem ersten Besuch im Jahr 2011 war ich mehr oder weniger regelmässig an bzw. in der Taugl zum Fotografieren. Jedoch war mein letzter Besuch im roten Canyon nun bereits vier Jahre her. Umso mehr habe ich mich auf diesen Ausflug an den Bach meiner Träume gefreut. Kurz nach Sonnenaufgang war ich vor Ort. Ich hatte mehrere, bereits bekannte Locations auf der ToDo-Liste, hatte aber zudem auch noch ein paar Pläne für neue Motive in der Tasche.

Doch zunächst ging es zur bereits bekannten "roten" Klamm. Dieser Teil gehört zweifelsohne zu den markantesten Fotomotiven der Taugl. Das rötliche Marmorgestein bildet in Kombination mit Formen und Linien der Felswände einzigartige und grandiose Möglichkeiten zum Fotografieren. Ich habe schon Wasserstände an der Taugl erlebt, die ein Betreten der Klamm, selbst mit Wathose oder Neoprenanzug, unmöglich gemacht hatten. Heute war die Klamm jedoch gnädig. So erreichte ich abermals die Stelle, wo das Wasser zwischen eng geschwungenen roten Felsen in eine Gumpe stürzt, und sich daraus weiter seinen Weg durch die enge Klamm talwärts schlängelt. Interessanterweise ist der Wasserfall heute um einiges höher geworden, als bei meinem letzten Besuch vor vier Jahren. Treibholz hat die Engstelle des Wasserfalls blockiert, wodurch sich Steine, Geröll und Kies soweit angestaut und aufgetragen haben, sodass die Kante des Falls über die Jahre nach oben gewandert ist. Ich bin schon gespannt, was diese Klamm bei meinem nächsten Besuch an Überraschungen bereit hält.

Nach der roten Klamm steuerte ich ein neues und unbekanntes Ziel an - den Felsenpool.

Zu beachten gilt unbedingt, dass Bergbäche und Klammen mit erheblichen Gefahren verbunden sein können! Dazu gehören u.a. Absturzgefahr, Steinschlag, Erdrutsche, starke Strömungen, unberechenbare und schnell ansteigende Wasserstände, um nur einige der Gefahren zu nennen. Diese Gefahren gilt es niemals zu ignorieren oder zu unterschätzen! Begebt Euch niemals in Gefahr!